„Und, was machst du nach dem Abi?“

Diese Frage. Wieder und wieder. Bei jedem Familienfest, bei jedem Treffen, manchmal sogar beim Bäcker. Und jedes Mal spürst du, wie sich dein Magen zusammenzieht, während du versuchst, wenigstens eine halbwegs überzeugende Antwort zu formulieren.

„Ich… ja also, auf jeden Fall was mit Medien. Oder Menschen. Vielleicht studieren oder eine Ausbildung. Ich weiß noch nicht so genau…“

Glückwunsch – du bist in bester Gesellschaft. Das ist kein Trost, sondern eine Tatsache, die viel zu selten ausgesprochen wird.

Die große Lüge von der klaren Berufung

Wir kennen alle diese Geschichten, sie werden oft geteilt: Max wollte schon mit fünf Arzt werden, hat immer mit dem Arztkoffer gespielt und konnte sich nichts anderes vorstellen. Natürlich ist er dann auch Arzt geworden. Oder Lisa, die seit der ersten Klavierstunde Pianistin werden wollte und das nun auch ist.

Schön für Max und Lisa. Wirklich.

Aber das ist nicht die Realität von 95% aller Schulabgänger. Was ist mit diesen 95%, mit denen, die morgens mit dem Gedanken aufwachen „Irgendwas Kreatives wäre cool.“, mittags denken „Vielleicht doch was Soziales?“ und abends googeln „Berufe mit gutem Gehalt ohne Mathestudium“ und damit keinen Schritt in die richtige Richtung gegangen sind, sondern maximal seitwärts.

Keine Sorge – das geht den meisten so. Die Berufsfindung ist für die allermeisten kein Geistesblitz, sondern ein Prozess. Und manchmal ist das ziemlich anstrengend.

Online-Tests und Berufsmessen reichen nicht

Bestimmt hast du schon den ein oder anderen Berufswahltest gemacht. Vielleicht warst du auch schon auf einer Ausbildungsmesse, hast dir Broschüren mitgenommen (die jetzt irgendwo in deinem Zimmer verstauben) und dich durch hunderte Studiengangbeschreibungen geklickt. Diese Schritte sind nicht falsch, aber sie werden oft zu früh gegangen.

Und deshalb bringen sie keine Klarheit und kein Berufungs-Erlebnis.

Das liegt nicht daran, dass du dich nicht genug bemühst. Es liegt daran, dass diese Angebote oft an der Oberfläche kratzen. Sie fragen nach deinen Interessen – aber nicht nach deinen Werten. Sie listen Tätigkeiten auf – thematisieren aber nicht die Frage, was dich wirklich antreibt. Sie zeigen dir mögliche Wege – aber nicht, welcher zu dir passt.

Was Eltern anders sehen

Lass uns kurz die Perspektive wechseln. Deine Eltern meinen es gut. Wirklich. Wenn sie nachfragen, ob du die Bewerbung schon fertig geschrieben hast, wenn sie dir den interessanten Artikel mit den Trendberufen für 2030 ausdrucken oder zum dritten Mal erwähnen, dass der Sohn von den Bekannten jetzt ein duales Studium anfängt. Wahrscheinlich liegt es nicht daran, dass sie dir nicht vertrauen. Es liegt daran, dass sie sehen, wie die Zeit vergeht. Dass Bewerbungsfristen näher rücken. Und dass sie – aus ihrer Lebenserfahrung heraus wissen, wie wichtig ein guter Start ins Berufsleben ist.

Das Problem: Je mehr sie fragen, desto mehr Druck entsteht. Je mehr Druck entsteht, desto blockierter fühlst du dich. Ein Teufelskreis, der am Ende niemandem hilft und das Familienleben überschattet.

Die Lösung liegt nicht darin, dass seine Eltern aufhören zu fragen oder dass du über eine Nacht eine perfekte Antwort findest. Sie liegt darin, den Prozess aktiv anzugehen, aber auf eine Weise, die zu dir passt. Der Unterschied zwischen Entscheidung und Klarheit.

Hier kommt der Knackpunkt. Du musst nicht sofort die perfekte Berufswahl treffen, aber du brauchst Klarheit darüber, wer du bist und was dir wichtig ist.

Klarheit ist das Fundament. Wenn du weißt, was dich antreibt, welche Werte, die wichtig sind und in welchen Umgebungen du auflöst, dann werden Entscheidungen plötzlich leichter, nicht unbedingt einfacher, aber du kannst sicher sein, dass deine Entscheidung fundiert sein wird und zu dir passt.

Was ein gutes Coaching leisten kann und was nicht

Ich bin Realistin. Ein Coaching ist keine Glaskugel und ich bin auch keine Hellseherin, die dir noch 2 Stunden sagen kann: „Du wirst Physiotherapeutin und leben glücklich bis ans Ende deiner Tage.“ Was ein Coaching aber kann: Es gibt dir Werkzeuge an die Hand. Mit dem LINC Personality Profiler beispielsweise schauen wir uns wissenschaftlich fundiert an, wie du Tickst, deine Charaktereigenschaften, Motive und deine Kompetenzen. Das ist wie eine Landkarte deiner Persönlichkeit und die Ergebnisse werden dich über viele Jahre bei vielen Entscheidungen begleiten können.

Coaching schafft einen geschützten Raum. Hier darfst du laut denken, Ideen verwerfen, träumen und Zweifeln, ohne dass jemand sofort mit „Aber was ist denn mit deiner Rente?“ dazwischenfunkt.

Coaching macht dich handlungsfähig. Wir erarbeiten zusammen ersten konkrete und sinnvolle Schritte, die du gehen kannst und wie du die Hindernisse auf dem Weg umgehst.

Coaching stellt die richtigen Fragen.  Nicht: „Was willst du werden?“, sondern „Was ist dir wirklich wichtig im Leben?  Wann fühlst du dich lebendig?“

Warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist

„Ich habe ja noch Zeit.“ Dieser Satz ist gefährlich, nicht weil er komplett falsch wäre, sondern weil er so verführerisch ist.

Klar, du hast noch Zeit. Niemand erwartet, dass du mit 18 deinen gesamten Lebensweg kennst oder vorgeplant hast. Aber je länger du dich nicht mit der (falschen) Frage auseinandersetzt, desto größer wird der Druck und desto wahrscheinlicher ist, dass du am Ende eine Entscheidung triffst, die nicht wirklich zu dir passt. Einfach nur, um endlich eine Entscheidung getroffen zu haben.

Außerdem (und das sage ich aus Erfahrung als Lehrerin): Die Zeit vergeht schnell. Die Zeit vor oder nach dem Abi ist eine einzigartige Phase. Sie ist natürlich geprägt von intensiver Vorbereitung auf die Prüfungen. Wenn die aber abgeschlossen sind, liegt ein Sommer vor dir, den du unbedingt genießen solltest. Und wie entlastend wäre es, wenn du durch diese Phasen gehen könntest und im Hinterkopf genau weißt, was dir wichtig ist und wo die Reise hingehen kann.

Wie es weitergehen könnte?

Stell dir vor, du könntest in 6 Wochen auf die nervige Frage und was machst du nach dem Abi mit einem Lächeln antworten. Nicht weil du jetzt im perfekten Zehnjahresplan hast, sondern weil du weißt, wohin die Reise geht. Weil du verstehst, was dich antreibt, weil du einen konkreten nächsten Schritt vor Augen kannst. Das ist keine Utopie, das ist das, was passiert, wenn du dir Zeit nimmst, wirklich hinzuschauen. Meinem Coaching Wegweiser, Zukunft arbeiten wir genau daran, an deinem individuellen Fundament für eine Berufswahl, die sich richtig anfühlt, mit wissenschaftlich fundierten Tools. Praktisch Methoden und vor allem mit Zeit und Raum für dich. Denn am Ende geht es nicht darum, irgendeinen Beruf zu finden. Es geht darum, deinen Weg zu finden.

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